6. November 2026

Eine andere Meinung ist kein Grund für Hass

Die Reaktionen auf einen prominenten Besuch haben mich wieder einmal zum Nachdenken gebracht. Nicht wegen der Frage, ob man jemanden mag oder nicht, sondern wegen des Umgangs miteinander.

Wenn ich manchmal sehe, mit wie viel Hass manche Menschen gewissen Personen entgegentreten, verliere ich ein Stück Hoffnung in sie. Da reden die einen von Toleranz und Respekt, während andere austeilen. Aber was heißt das eigentlich?

Nur weil ich jemanden mag oder nicht mag: Habe ich deshalb das Recht, auszuteilen, zu verurteilen und Menschen in eine Schublade zu stecken? Nur weil sie jemanden oder etwas gut finden, das nicht in meine eigene Bubble passt?

Wir teilen aus und geben allen anderen die Schuld. Doch kaum jemand ist bereit, sich einmal auf die andere Seite zu stellen – auf die Seite der Menschen, die wir gerade so sehr verurteilen und beleidigen.

Denn schließlich ist nur das wahr, was wir selbst glauben und behaupten. Nur unser eigenes Denken scheint die einzige Wahrheit zu sein. Und dabei merken wir nicht einmal, wie sehr wir selbst spalten. Damit meine ich ausdrücklich alle Richtungen.

Ich finde es einfach nur widerwärtig, wie sehr manche Menschen sich dieses Recht herausnehmen, anstatt zu respektieren, dass wir alle verschieden sind. Wir müssen nicht alles gut finden. Aber warum fällt es uns so schwer, anderen ihre eigene Sicht zu lassen, ohne sie persönlich herabzusetzen?

Und natürlich gibt es auch diejenigen, bei denen scheinbar Hopfen und Malz verloren ist: Menschen, die sich aus Habgier lieber die eigenen Taschen füllen und über andere lachen. Andere wiederum merken nicht, wie sehr sie sich vor den Karren derer spannen lassen, denen dieses Gegeneinander gerade recht kommt.

Dabei könnte es so einfach sein. Aber nein: Es ist offenbar leichter, allen anderen die Schuld für das eigene Leben zu geben. Anstatt anzufangen, den eigenen Weg zu gehen, schimpfen wir lieber über diejenigen, die uns scheinbar im Weg stehen.

Genau das ist der Punkt, den viele nicht verstehen wollen. Wer immer nur nach außen schaut und andere verurteilt, beschäftigt sich irgendwann gar nicht mehr mit sich selbst. Solche Menschen können einem leidtun, weil sie zu Opfern ihres eigenen Denkens werden – und es nicht einmal merken.

Ein persönlicher Gedanke von Maik.

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